Beim diesjährigen 24-Stunden-Rundstreckenrennen in Grieskirchen stellte sich unser RCN-Mitglied Karl Pötzl einer besonderen Herausforderung, die schon lange auf seiner persönlichen Wunschliste stand: Einmal selbst beim legendären 24-Stunden-Rennen an den Start zu gehen. Rund 200 Solo-Starterinnen und Starter, darunter 77 Fahrer in der Masters-Kategorie, sorgten für ein hochkarätig besetztes Teilnehmerfeld und echte Rennatmosphäre.
Wie so oft bei einem Massenstartrennen begann das Abenteuer mit viel Motivation – und vielleicht auch einem Hauch zu viel Euphorie. In der ersten Verfolgergruppe wurde von Beginn an ein hohes Tempo angeschlagen. Die Zusammenarbeit funktionierte gut, doch bereits nach wenigen Runden zeigte sich, dass das Anfangstempo sehr ambitioniert gewählt war.
Zusätzliche Herausforderungen brachte ein schwerer Sturz in der Spitzengruppe mit sich. Obwohl Karl selbst nicht betroffen war, hinterließ das Geschehen Eindruck. Dazu kamen die hohen Temperaturen, die allen Teilnehmern zusetzten. Vor allem die Nahrungsaufnahme wurde zunehmend schwieriger und machte das Rennen zusätzlich anspruchsvoll. Erst nach Sonnenuntergang sorgten kühlere Bedingungen für etwas Erleichterung.
Auch während der Nacht blieb das Rennen fordernd. Ein großer Vorteil war der direkt an der Strecke gelegene Betreuerbus von Thomas, der als perfekter Stützpunkt diente und kurze Wege ermöglichte. Trotz Müdigkeit und zunehmender Belastung wurde Runde um Runde weitergekämpft.
Besonders wertvoll waren dabei die gemeinsam mit Sabine Kornelson gefahrenen Kilometer. Gerade in den langen Nachtstunden half die gegenseitige Unterstützung dabei, Motivation und Rhythmus aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig machten sich die Folgen des schnellen Rennbeginns immer stärker bemerkbar: Die Energiereserven wurden knapper, der Wind stärker und die mentale Herausforderung wuchs von Stunde zu Stunde.
Nach 23 Stunden Rennzeit und insgesamt 29 absolvierten Runden endete das Rennen schließlich um 11:00 Uhr. Besonders erfreulich: Karl erreichte das Ziel ohne Defekt und ohne Sturz – bei einem 24-Stunden-Rennen keine Selbstverständlichkeit. Als Lohn für Ausdauer, Disziplin und Kampfgeist stand am Ende ein hervorragender Platz unter den Top 10 der Masters-Kategorie zu Buche.
Der Radclub Neulengbach gratuliert Karl Pötzl und Sabine Kornelson herzlich zu dieser großartigen Leistung und freut sich über einen weiteren starken Auftritt unserer Vereinsmitglieder auf der Langstrecke! 🚴♂️🚴♀️🏆
Ergenbisse:
Karl Pötzl: 9. Platz Master Herren (623 km)
Sabine Kornelson: 7. Platz Master Damen (408 km)