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WAPPLER UND FIPPS (95er) am 25.6.2011 vom Steirer

Tief im hintersten Kirchstetten

Hausen zwei Modellathleten

Sie ist eine Laufraketen

Und er ist ständig in der Fettn

Fippsens Reiz ist legendär

Wo hat die nur der Wappler her

Von Anmut voll und Eleganz

Er hat wohl einen langen …….Atem

Weil ihre Haxn gar so schnell

Ist sie beim Lauftreff stets zur Stell

So manchem Krabbler gibt der Fipps

Wie er gscheit laufen solle Tipps

Ist Chef im Läuferpeleton

Und rennt dem Andy meist davon

Kaum schwerer als ein Sack Zement

Wen wunderts, dass sie sauschnell rennt

Sie kann eben nicht hinten bleiben

Und gibt das Letzte – bis zum Speibn

Den Andi hört man hinten grunzen

„Bleib doch endlich stehn zum brunzn“

Japst kläglich er „Fipps schone dich“

Meint er damit „verschone mich“

Ja, Müller Andis gibt’s wie Heu

Doch nur ein Wappler ist dabei

Was Wunder wenn der Wappler wimmert

Wenn seines Herzens Kammer flimmert

Trainiert der Fipps doch drei mal täglich

Daran scheitert der Andi kläglich

Anmutig und ladylike

Steigt Silvia gern auf ihr bike

Auch hier hört man den Wappler tonen

Der Fipps soll sich gefälligst schonen

Bergauf ist nämlich Silvia

Immer lang vorm Andy da

Bergab hört man jedoch vom Fippsen

Nur mehr noch ein kläglich Piepsen

Highheel statt downhill meint sie nur

Entspräche mehr ihrer Natur

Ist noch so hart und stark ihr Leib

Sie ist und bleibt halt doch ein Weib

Im Gegensatz zur Wapplerfrau

Ist Herr Wappler die wilde Sau

Drum fliegt sein südteures Merida

Durch die Lüfte immer wieda

Weil beim Supersonic leicht

Des öfteren die Luft entweicht

Wird das Radl malträtiert

Ein Wutausbruch wird zelebriert

Doch dann –versöhnt mit seinem Krapfn

Nimmt er es mit in seine Hapfn

Statt der guten Ehefrau

Ich sag es doch – er is a Sau

Rosen für die Wapplerin

Kämen ihm niemals in den Sinn

Vielmehr tönt er derb und barsch

„mei Olte geht mir schon am Arsch“

Ist er zu ihr auch noch so grob

Sie liebt ihn umso mehr darob

Ist betört von seinem Zauber

Außen Rauber – innen sauber

Sie fühlt sich wohl dabei und streckt sich

Meint stoisch „was sich liebt das neckt sich

Sein grobes Wort macht durchaus Sinn

Er schimpft mich nur wenn ich‘s verdien

In Worten, Werken und Gedanken

Weist er mich in gerechte Schranken

Bin zum Gehorsam stets bereit

In Demut und in Dankbarkeit

Alle Fraun verehren Fipps

Der nicht nur schön – er hat auch Grips

Kennt in der Ehe seinen Platz

Und huldigt folgsam seinem Schatz

Was steckt hinter der Harmonie

So mancher begreift dies wohl nie

Aushilfe schafft hier der Poet

Der feinfühlig sehr wohl versteht

Fipps braucht bei dieser Symbiose

Keine Tulpe, keine Rose

Kauft er doch seiner geilen Schnitten

Halbjährlich einen Luxusschlitten

 

 

Die Ballade vom glücklichen Präsidenten und seiner ELK (Steirer, 2009-05)

Jetzt bin ich fünfundsechzich

Nach grünen Hosen lechz ich

Die Haare werden mir gar welk

Doch fürderhin fahr ich für ELK

 

Vollendet ist mein ganzes Glück

Der Steirer gibt sein bestes Stück

Jahrelang hab ich geflennt

Denn sie gebührt dem Präsident

 

Meinersöll hab ich a Freid

Mit meinem neuen Haxnkleid

Jauchzen wird ich frohlocken

Schenkt mir der Steirer seine Socken

 

Wenn er die mir auch noch lässt

Bin ich de facto overdressed

Modisch war ich ja schon immer

Denn dass taugt die Frauenzimmer

 

Dank dem neuen grünen Teil

Finden mich alle Weiber geil

Sie flehen: "Bitte lieber Klaus

Zieh nie mehr diese Hose aus"

 

Es sei mir heilge Ehrenpflicht

Ausgezogen wird sie nicht

Denn komm ich heim - zerstört und fett

Leg ich mich samt der ELK ins Bett

 

Was ich ersehnt so inniglich

Ist nunmehr exclusiv für mich

Den Herzenswunsch, der endlich mein

Bewahr ich treu im heilgen Schrein

 

Im Stillen kann ich meine Hosn

Daheim bestaunen und liebkosen

Die ELK und ich - wir werden eins

und fahren schneller als der Heinz

 

Kein Toni wird uns niederringen

Kein Leo kann uns je bezwingen

Mittels der edlen Steirersocken

Wern wir wohl auch di Elfi brocken.

 

Steirerman, sei hoch gepriesen

Dass ich jetzt grün wie eine Wiesen

tief gerührt bin ich zu Tränen

erfüllt ist nunmehr all meine Sehnen

 

Mit dem, was nun mein Bein umhüllt

ist mein jauchzend Herz erfüllt

Drum lasst die Korken tüchtig knalln

Mit freude werd ich alles zahlen

 

Wegen der ELK-Spendierhosn

Werd ich mich nie mehr lumpen lossn

Nehmt alle hin die frohe Kunde

ich zahl jetzt jedsmal eine Runde
Radweihnacht 2009 (vom Steirer)

Auf und ab im Land der Mitte

schallt der Ruhm unsrer Elite

mit Psaltern und per Jubelchor

trägt man ihre Taten vor

 

Hart ist ihr Sein, entbehrungsreich

Schier einem Eremiten gleich

Tränenreich und mühevoll

Asket und Büßer wie Idol

 

Sie kennen kaum noch Kind und Weib

Training ist ihr Zeitvertreib

Wer täglich Stunden sitzt am Rad

Ist für die Hausarbeit zu schad

 

Beim Rennen wird der Held beflügelt

Sein gutes Weib kocht, putzt und bügelt

weil sie ihn in Ruhe lässt

fährt er ständig aufs Podest

 

Quält sie ihn mit Hausarbeit

ist sie vorbei, die gute Zeit

was Wunder, wenn er stets verliert

wird er zum Hausmann degradiert

 

Bedenk, oh hohe Weiblichkeit

Deines Heldens Pein und Leid

Lass ihn Familienehre retten

Und überzieh allein die Betten

 

Allen voran: des Clubes Meister

Der Heros: Anton Mörtl heißt er

Nur: Auf der Insel machte der Toni schlapp

Im Cross nur 46igster im Schneckencup

 

Wurd der Toni gach geschwächt

Durch das weibliche Geschlecht

Ließ er sich derart vernichten

Durch zu harte Ehepflichten

 

Forderte sein junges Weib

Allzu oft den Zeitvertreib

Fahr auch den anderen davon

Und bring die Elfi zur Raison

 

Denn die Elfi ihrerseits

Findet an Rennen durchaus Reiz

Und brennt die andren Weiber her

Als ob sie selbst ein Mörtl wär

Der nächste ist der Präsidet

Bei ihm is heuer besser grennt

Er fährt europaweit all seinen Senioren

Auch ohne Doping  um ihre Ohren

 

Der Roman reißt heuer nicht viel

Er dient viel lieber in Zivil

Interessiert sich nicht für Radln

Fahrt lieber auf die saubren Madln

 

Aber auch der gute Geri

War heuer eine Vorgab – her i

Am Leithaberg noch hoch bekränzt

Hat er die andren Rennen gschwäntzt

 

Er hat sie einfach ignoriert

Weil ihm ein Weib hat isoliert,

Seine besten Jahre san hoalt ah schon gwesen

Als Trost, derf er eich mei gedicht vorlesen

 

Was Ulli zsammfahrt ist ein Jammer

Schuld dran ist die Wirtschaftskammer

Von dort hat er die holde Maid

Am Radfahrn hat er wenig Freid

 

Grausam ists für unsern Heinz

Wieder nicht die Nummer eins

Er wird halt viel zu kurz gehalten

Von seiner dominanten  ……liebreizenden Agnes

 

Der Leo hat auch abgebissen

Ist gegn den Wappler abgerissen

Er war halt nicht ganz frei im Kopf

Zu nahe oft beim Küchentopf

 

Noch viele mehr erdulden Leid

Durch sinnentleerte Hausarbeit

Merkt auf ihr Fraun: auch wir ham Rechte

Wir sind nicht eure Weiberknechte

 

Ihr kümmert euch um Heim und Nest

Worin man euch in Frieden lässt

Wir haben schwer genug zu schwitzen

Beim Radlfahrn und Wirtshaussitzen

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